Projekttitel: Disappearing Pastures and Abandoned Farmsteads
Laufzeit: 2016–2017
Fördergeber: Stiftung der Familie Philip Politzer
Projektleitung: Andreas Haller
Projektpartner: Giacomo Piazza

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Im Zuge des Urbanisierungs- und Deagrarisierungsprozesses der letzten Jahrzehnte wurden weite Teile der italienischen Gebirgsregionen von
Abwanderung geprägt. Zusätzlich wurden in vielen dieser Gebiete, vor allem seit den 1990er Jahren, Nationalparks (IUCN-Kategorie II) gegründet. Beide Prozesse spiegeln veränderte gesellschaftliche Geisteshaltungen wider, die ihren materiellen Ausdruck in der Struktur der Kulturlandschaft finden. In der von der Stiftung der Familie Philip Politzer unterstützen explorativen Studie „Disappearing Pastures and Abandoned Farmsteads“ sollen am Beispiel des Nationalparks Foreste Casentinesi (nördlicher Apennin) die raumzeitlichen Muster des Kulturlandschaftswandels für die Periode 1990–2010 analysiert werden. Im Sinne der vergleichenden Geographie von Gebirgsräumen wird dieser Fallstudie das Beispiel des Nationalparks Dolomiti Bellunesi in den südlichen Alpen gegenüber gestellt. Die Frage nach dem hypsometrischen und zentral-peripheren Formenwandel soll dabei ebenso wie jene der zugrunde liegenden Mensch-Umwelt-Beziehung erkenntnisleitend sein.

Publikationen

Haller, A. & O. Bender (2018): Among rewilding mountains: grassland conservation and abandoned settlements in the Northern Apennines. In: Landscape Research. doi: 10.1080/01426397.2018.1495183