Finanzierung: TUD COST Action TU1401 “Renewable energy and landscape quality (RELY)”
Laufzeit
: 2014–2018
Kontakt: Oliver Bender

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Als Antwort auf den Klimawandel, begrenzte fossile Brennstoffe und steigenden Energiebedarf bei steigenden Energiepreisen wird erneuerbare Energie in ganz Europa stark beworben. Die angepeilte Förderung erneuerbarer Energien und transeuropäischer Energienetze ist ehrgeizig. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass deren Akzeptanz durch die Öffentlichkeit diesen Zielen Grenzen setzt. Allgemeine Unterstützung für grüne Energien lässt sich nicht immer in lokale Unterstützung für konkrete Projekte ummünzen. Die Wahrnehmung von Landschaftswandel und von Verlust an Landschaftsqualität spielen in Protestkampagnen in vielen europäischen Ländern eine wichtige Rolle, obwohl erneuerbare Energie nachhaltige Entwicklung erleichtern kann, speziell in benachteiligten Regionen mit reichlich Wind, Wasser, Biomasse, geothermischer oder Sonnenenergie.

In dieser Action wird die Wechselbeziehung zwischen der erneuerbarer Energieproduktion und Landschaftsqualität untersucht und die Rolle der Partizipation der Öffentlichkeit in der Akzeptanz erneuerbarer Energiesysteme. Die Action will zum besseren Verständnis beitragen, wie sich Landschaftsschutz und –management mit der Stationierung von erneuerbarer Energieproduktion vereinbaren lässt und einen sozio-ökologischen Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Energiesysteme leisten. Mithilfe eines modularen methodologischen Rahmens soll in dieser Action Wissen in einer paneuropäischen Perspektive zusammengefasst und erweitert werden. Diese Action verbessert die wissenschaftliche Basis für die Entscheidungsfindung und die Ausarbeitung von Leitlinien für die öffentliche Teilnahme an der Planung von erneuerbaren Energiesystemen. Sie soll das Potenzial nachhaltiger Landschaftsentwicklung aufzeigen, in der innovative Landnutzung Synergien für Landschaftsqualität und erneuerbare Energien schafft.

Die Action wird von der Universität Nürtingen-Geislingen, Deutschand, koordiniert und von COST, dem internationalen Rahmen für europäische Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technik, unterstützt.

 

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