Finanzierung: Klima- und Energiefond
Durchführung: im Rahmen des Austrian Climate Research Program
Laufzeit
: März 2013 – Februar 2015
Projektmitarbeiter/innen
: Clemens Pfurtscheller, Anja Brucker, Lisa Amenda

 

Einsatzorganisationen mit ihrer großen Anzahl an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sind das Rückgrat des Katastrophenmanagements in Österreich. Sie sind fest in den Strukturen des Katastrophenschutzes etabliert und gut in der lokalen Bevölkerung verankert. Sie stehen aber vor neuen Herausforderungen:

  • Der Klimawandel führt zu häufigeren Extremwetterereignissen (Hochwasser, Muren, Lawinen) und zu einem Anstieg von Einsätzen.
  • Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand, eine schlechtere Vereinbarkeit des Ehrenamts mit hauptberuflicher Tätigkeit und eine geringere Bereitschaft zu freiwilligem Engagement in der Bevölkerung gefährden aber die Fähigkeit der Einsatzorganisationen, die erforderlichen Arbeitsleistungen in Zukunft zu erbringen.

Das Forschungsprojekt VOICE untersucht die zukünftige Rolle von Freiwilligenarbeit im Katastrophenschutz. Das Projekt bewertet ökonomische und soziale Effekte von ehrenamtlicher Katastrophenhilfe und erarbeitet Vorschläge für die zukünftige Ausrichtung und Stärkung der Freiwilligenarbeit.

Forschungsfragen und geplante Ergebnisse:

  • Welche veränderten Anforderungen ergeben sich für das regionale Katastrophenmanagement, wenn man Szenarien des Klimawandels, der Siedlungs- und Bevölkerungsentwicklung berücksichtigt?
  • Wie kann man die Kosten und Nutzen der Freiwilligenarbeit im Katastrophenschutz umfassend bewerten?
  • Was bedeutet das in Zukunft für öffentliche Budgets, Organisationsstrukturen und Katastrophenschutzpläne?