Fördergeber: ESS
Laufzeit: 
01/2015–12/2017
Projektmitarbeit: Kay Helfricht

 

Als Folge des Gletscherschwunds können Gletscherseen gebildet werden, wie sie bereits bei verschiedenen Gletschern in Österreich und in anderen Bergregionen in der Welt beobachtet werden. Gletscherseen können wichtige ökologische und sozio-ökonomische Auswirkungen auf die Hochgebirgssysteme haben. Dazu zählen Auswirkungen auf das Wasserressourcen-Management, die Sedimentlieferung in Flüssen, Naturgefahren, die Energieproduktion und den Tourismus. Eine weitere Konsequenz der Seeentstehung im Kontext von Klimawandel und Gletscherschwund ist die Zunahme von Naturgefahrenpotential in hochalpinen Zonen.

Das Projekt ist an drei Zielen ausgerichtet: (i) Erkennen von potentielle Übertiefungen unter österreichischen Gletschern und Verknüpfung mit möglicher Seebildung (ii) Cross-Validierungverschiedener Methoden, um übertiefte Gletscherbette zu simulieren; und (iii) analysieren geomorphologischer Bedingungen der Entstehung und Entwicklung von Seen. Das Team bestehend aus Forschern von sechs Institutionen in Österreich und der Schweiz, die im Bereich der Glaziologie, Geomorphologie und Hydrologie tätig sind, strebt an, eine Datenbank von potenziellen Seestandorten und deren Eigenschaften zu liefern und neue Erkenntnisse über die Entstehung und Entwicklung von Gletscherseen zu generieren. Diese Ergebnisse liefern wertvolles Grundwissen für Naturgefahren-und Risikobewertung, hydrologisches Management und sozio-ökonomischen Wirkungsanalysen und unterstützen notwendige Reaktions und Anpassungsstrategien auf den zukünftigen Landschaftswandel durch das andauernde Abschmelzen der Gletscher.