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Evaluierung der Planungsinstruments Örtliches Raumordnungskonzept im Bundesland Tirol


Dissertationsprojekt von Hermann Öggl

Finanzierung:Doktorandenprogramm der phil. hist. Klasse ÖAW
Laufzeit: 2007-2011
Leitung: Prof. Dr. Axel Borsdorf

 

raumordnungskonzeptSeit 1994 sieht das Tiroler Raumordnungsgesetz das Örtliche Raumordnungskonzept als grundlegendes Planungsinstrument auf kommunaler Ebene vor. In Form einer Gemeindeverordnung sind hierin die Leitlinien der räumlichen Entwicklung für einen Regelzeitraum von 10 Jahren festzulegen. Unter Einbindung partizipativer Elemente haben mittlerweile nahezu alle Tiroler Gemeinden Örtliche Raumordnungskonzepte erstellt, wobei hierfür ein beträchtlicher Einsatz öffentlicher Mittel notwendig war. Zahlreiche Örtliche Raumordnungskonzepte sind bereits mehrere Jahre in Kraft, sodass zum gegebenen Zeitpunkt eine erste Beurteilung ihrer Wirksamkeit möglich ist.

Dies ist das zentrale Forschungsanliegen des vorliegenden Dissertationsvorhabens. Es sollen zunächst jene Intentionen und Erwartungen erhoben und beschrieben werden, die den Gesetzgeber zur Schaffung dieses neuen Planungsinstrumentes der örtlichen Raumordnung bewogen haben. In einem zweiten Schritt wird sodann die Raumentwicklung in Tirol daraufhin untersucht, welche raumstrukturellen Tendenzen seit Einführung der Örtlichen Raumordnungskonzepte vorliegen. Hierauf folgt die Prüfung von Kausalitätshypothesen möglicher Wirkungszusammenhänge zwischen den identifizierten Befunden. Als konkretes Ergebnis des Promotionsvorhabens ist die Bewertung der Wirksamkeit des Planungswerkzeuges Örtliches Raumordnungskonzept auf die Raumentwicklung in Tirol beabsichtigt. Auf Basis dieser Schlussfolgerungen werden weiters Empfehlungen für die Neujustierung der gemeindlichen Richtplanungen in Tirol gegeben werden, die fruchtbringend in die anstehenden Fortschreibungen der Konzepte einfließen können.

Das methodische Rückgrat der Forschungsarbeit bilden qualitative Verfahren der empirischen Sozialforschung, im Mittelpunkt steht das problemzentrierte strukturierte Experteninterview. Ihre Auswertung wird mit Unterstützung eines computergestützten Analyseverfahrens für normalsprachliche Äußerungen durchgeführt. Zur Absicherung der Validität der Studie werden ergänzend quantitative und räumlich analytische Methoden zum Einsatz kommen, um Tendenzen der Raumentwicklung direkt auf Grundlage empirischer Daten identifizieren zu können.

 

 

 
 
 
 
 
 
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