pluSnow – Verwendung von Schneehöhendaten zur Minimierung des Niederschlagsmessfehlers

In Gebirgsräumen wie den Alpen fällt ein signifikanter Teil des jährlichen Niederschlages als Schnee. Die zeitliche Abfolge von der Wasserspeicherung in der Schneedecke und die Freisetzung von Schmelzwasser prägt die Hydrologie von alpinen Einzugsgebieten und bestimmt eine Vielzahl von ökologischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Aspekten. Operationelle Dienstleistungen wie Straßenwartung, Hochwasserwarnsysteme und Lawinenwarnung, aber auch die Stromerzeugung aus Wasserkraft und der Skibetrieb sind auf genaue Kurzzeit‐Vorhersagen von Schneehöhen und dem entsprechenden Wasseräquivalentes des Schneefalls angewiesen.  Dabei ist die Erstellung von genauen Vorhersagen von Schneemengen auf Grundlage von herkömmlichen Niederschlagsmessungen jedoch schwierig.

Im Projekt pluSnow werden äußerst präzise Schneehöhenmessungen mittels Lasertechnologie und Niederschlagsdaten in Verbindung gebracht und eine Methode zur Verbesserung der Niederschlagsmessung im Hochgebirge  auf Basis von 55 automatischen Wetterstationen der Zentralanstalt für  Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) erarbeitet. Das Projekt pluSnow wird zu der bereits stark fokussierten Forschung für weltweit bessere Messungen des festen Niederschlages beitragen. Die Resultate ermöglichen eine genauere Analyse der Alpinen Klimatologie speziell des Winterniederschlages und eine Minimierung des Messfehlers bei Schneeniederschlägen an konventionellen Pluviometern. Damit führt das Projekt zur Verbesserung von meteorologischen Analyseprodukten sowie von Nowcast und Kurzzeit‐Vorhersagen in Gebirgsregionen.

Laufzeit: 10/2015–09/2018
Fördergeber: Dr. Gottfried und Dr.Vera Weiss Wissenschaftsstiftung (http://www.weiss-wissenschaftsstiftung.at/)
Projektleiter: Kay Helfricht
Projektpartner: ZAMG