Ca. 12% der Menschheit lebt in Gebirgsräumen. Von den Gebirgen und ihren Ressourcen (Wasser, Energie, Mineralien etc.) profitiert dagegen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Gebirge sind jedoch ökologisch und ökonomisch höchst sensible Räume. Daher kommt der Untersuchung der Einflüsse von Klimawandel und Globalisierung eine hohe Relevanz für die Zukunftsfähigkeit der Menschheit zu.

Mit dem IGF hat Österreich eine Forschungseinrichtung geschaffen, die dem Alpenland zu einer führenden Stellung im Bereich der Gebirgsforschung verholfen hat. Die Forschung am IGF widmet sich dem Global Change und dessen Auswirkungen auf Berggebiete in aller Welt:

  • Mehr als 400 Monitoringstationen (in 120 Untersuchungsgebieten) in den wichtigsten Gebirgen der Welt (GLORIA),
  • Erfassen und Analysieren von Gletscherbewegungen und Massenbilanzen
  • Sozioökonomisches und ökologisches Langzeitmonitoring im gesamten Alpenraum.

Die Erfassung von Klimaänderungen und deren Folgen sowie der Effekte des Globalen Wandels ist ohne langfristiges Monitoring nicht möglich. Diese Möglichkeiten hat die ÖAW mit der Gründung des IGF geschaffen.

Langfristig erhobene Werte dienen als Basis für numerische Modellierungen in der Grundlagenforschung und in speziellen Anwendungen. Sie werden über dedizierte Websites einer internationalen Forschergemeinde zugänglich gemacht.

Klimawandel und Globalisierung werden auch unter der Fragestellung von Mensch-Umwelt-Beziehungen in Kulturlandschaften, Gebirgsstädten und in Bergschutzgebieten untersucht, unter Umsetzung von inter- und transdisziplinären Ansätzen und in Kooperation mit internationalen Partnern. Dies ist in Österreich ein Alleinstellungsmerkmal des IGF, aber auch international arbeiten nur wenige Gebirgsforschungsinstitute inter- und transdisziplinär.