Die digitale Erfassung von Prozessen in ihrem räumlichen Auftreten und die Beobachtung und Analyse ihrer zeitlichen Veränderungen ist gegenwärtig eine bedeutende Grundlage für viele wissenschaftliche Fragestellungen in der Gebirgsforschung. Neue Erfassungsmethoden mit steigenden räumlichen und zeitlichen Auflösungen generieren immer noch größere Datenmengen, deren Bearbeitung und Analyse die Entwicklung und Anwendung von automatisierten Prozessierungs- und Auswertestrategien bedarf. Darüber hinaus ist die Qualitätskontrolle von erfassten und abgeleiteten Informationen die Voraussetzung für eine fundierte Analyse im wissenschaftlichen Kontext.

Die Abteilung Fernerkundung und Geomatik befasst sich insbesondere mit der Beobachtung und Quantifizierung von raumzeitlichen Prozessen im Naturraum und von menschlich überprägen bzw. gestalteten Räumen und untersucht deren Ursachen und Wirkung. Dabei kommen Methoden der Fernerkundung, Nahbereichssensorik und raumzeitliche Analysemethoden der Geoinformatik zum Einsatz. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der 3D und 4D Geodatenverarbeitung.

Die entwickelten Methoden und Arbeitsabläufe ermöglichen Grundlagenforschung und unterstützen Langzeitforschungsvorhaben insbesondere bei Fragestellungen der Geomorphologie, Naturraumprozess- und Naturgefahrenforschung, Landnutzung und Vegetationskartierung sowie des Tourismus.